Die Regenwälder Afrikas liegen um das Kongo-Becken, an der Elfenbeinküste, auf Madagaskar und im Hochland von Kenia. Auf Madagaskar ist besonders, dass ca. 70% der Tierarten nur dort vorkommen.
Aufgrund der großen Anzahl an Pflanzen und Bäumen gibt es in Regenwäldern eine riesige Artenvielfalt, die sich in diesem Lebensraum entwickeln konnte. So auch im afrikanischen Regenwald. Die Bäume und Pflanzen wachsen hier und auch in anderen Regenwäldern in einer Art Stockwerkbau, die sich in verschiedene „Etagen“ aufteilt.
Dieser Bau besteht aus der Bodenschicht, einer darüber liegenden Krautschicht, einer Busch- oder Strauchschicht, der darüber liegenden Schicht der kleinen Bäume, anschließend die Kronenschicht und ganz oben befinden sich die Überständer, welche eine Höhe von bis zu 60 Metern erreichen können. Die Wurzeln der Pflanzen sind meist breit auslaufend über dem Boden, sodass diese direkt die Nährstoffe des Waldes aufnehmen können. Die Pflanzen in Bodennähe besitzen große Blätter, damit sie das Licht besser einfangen können, da dieses nur schwach die Pflanzen in Bodennähe erreicht. Zu den Kletterpflanzen des Afrikanischen Urwaldes zählen die Epiphyten und Hemiepiphyten sowie die Lianen. Diese wachsen auf den Zweigen der großen Bäume, können sich selbst mit Wasser versorgen und sind von dem Baum, auf dem sie wachsen, nicht abhängig. Die Orchideen bilden sogenannte Luftwurzeln aus, die ein spezielles Gewebe besitzen mit welchen sie in der Lage sind, Wasser zu absorbieren. Auf einem Baum können bis zu 80 verschiedene solcher Pflanzen vorkommen.
Den größten Anteil der Tierwelt machen wohl die Insekten, Tausendfüßler und Spinnen aus, welche nur hier so abwechslungs- und zahlreich vorkommen. Das größte Säugetier des afrikanischen Regenwaldes ist der Waldelefant, welcher aber kleiner ist als die Elefanten der Steppe. Auch Reptilien wie Schlangen, Schildkröten und Krokodile sind in verschiedenen Arten im Regenwald zu finden, sowie Amphibien, von denen es äußerst giftige gibt, wie zum Beispiel den Pfeilgiftfrosch. Dieser Frosch hat seine Nische in den Kronen der Bäume gefunden und halten sich nicht am Boden auf. So sind sie vor Feinden geschützter, obwohl diese Art aufgrund ihres Giftes wenige Feinde hat. Der afrikanische Regenwald ist aber auch durch seine bunten Vögel bekannt, zum Beispiel die Aras, welche zu den Papageien zählen. Die heimischen Primaten in Afrika sind die Schimpansen, Bonobos und Gorillas, die jedoch leider oft gejagt und getötet werden, um von Händlern verkauft zu werden. Im afrikanischen Regenwald gibt es schon einige Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind.
Hier ein Video, in dem es interessante Bilder zum Regenwald selbst gibt: